»Dein Leben hätt‘ ich gerne …«

Für gemeinhin soll mit dieser Floskel Anerkennung ausgesprochen werden. Bewunderung für etwas, was gerade gefällt. Zu diesem gefallenden Leben, gehören aber nicht nur die rosaroten und zuckersüßen Äußerlichkeiten. An den korrespondierenden dunklen und bitteren Innerlichkeiten würde sich mancher arg verschlucken.

Fakt ist: Wir sehen immer nur die Dinge, die der andere uns sehen lassen möchte, uns zeigt. Und wenn mir heute die Sonne aus dem Allerwertesten scheint, habe ich kurz zuvor vermutlich mal wieder mit den Dämonen in der Dunkelheit gekämpft.

‚Dein Leben hätt‘ ich gerne …‘ Genau wegen dieser Dunkelheiten hast du nicht mein Leben. Du führst genau das Leben, dass du gerade führen willst. Würdest du ein anderes wollen, würdest du es leben. Seltsam? Nein, jeder Einzelne gestaltet sein Leben so, wie er es möchte … mit den Sonnen- UND den Schattenseiten.

Apropos Neid und Anerkennung …
Gerade jetzt zur Urlaubszeit können wir mit einer einfachen praktischen Übung den Unterschied zwischen Gunst und Missgunst trainieren.

Die Freundin fliegt 4 Wochen nach Australien ...
... tausche »Ich beneide dich« gegen »Das gönne ich dir«

Der Kollege tankt seinen Arbeitsspeicher beim Rafting auf ...
... verwandle »beneidenswert« in »Alle Achtung«.

So wird aus jedem Neider ein Gönner!

In diesem Sinne wünsche ich schöne und erholsame Ferien