Klopfklopf

Zeit, das Eigenlob auseinanderpflücken, von dem es sprichwörtlich heißt, dass es stinken solle. Soso. Eigenlob stinkt also. Das will ich so nicht glauben.

Dazu eine kleine Übung.

Kannst du die nachstehende Frage aus der Lamäng und vor allem mit einem guten Gefühl beantworten?

Warum bist du deiner Meinung nach ein liebenswerter und wunderherrlicher Mensch?

Wirst du jetzt wortkarg oder sprudelt es aus dir heraus?

Bist du dir bewusst, welche Talente du besitzt? Was kannst du besonders gut? Wo liegen deine Stärken? Welche tollen Eigenschaften hast du? Was schätzen andere Menschen an dir?

Ich kenne einige Menschen, die jetzt ins Strudeln und Stottern geraten.

Würden wir unsere positiven Seiten schätzen, wäre es uns ein Leichtes Bewerbungsschreiben zu formulieren oder in Gehaltsverhandlungen zu treten. Ich bin davon überzeugt, dass auch das Sprichwort »Eigenlob stinkt« dazu beigetragen hat, dass wir unsere Stärken, unsere Leistungen und all das was wir so gut können, nicht ausreichend loben. Außerdem behaupte ich, dass der Mensch, der das Sprichwort nutzt, sein eigenes Unvermögen auf den projiziert, der sich gerade selbst lobt.

Wenn wir unsere Stärken und Talente aufzählen, fühlen wir uns innerlich tatsächlich stark, es sei denn, sie sind nachgeplappert und entspringen nicht unserem eigenen Verständnis.

Ich finde es klasse, wenn Menschen, wissen was sie können, und das auch selbstbewusst zum Ausdruck bringen. Ja, ich weiß, einige sagen jetzt, dass es sich um Übertreiber und Angeber handelt. Hier ist wichtig zu schauen, ob wir dies so empfinden, weil wir es selbst nicht schaffen, über uns zu sagen: »Ich liebe mich, ich kann dieses oder jenes. Meine Stärken sind Dies und Das. Ich bin ein wunderbarer Mensch.

Ich finde es toll, wenn Menschen sich selbst mögen. Ich achte es, wenn sie ihre Stärken aus dem Stehgreif aufzählen können, wenn sie wissen, wo ihre Talente liegen. Dies nennt man auch selbstbewusst. Diese Menschen sind sich ihrer Fähigkeit und sich selbst bewusst.

Wer sich selbst mag, sich für fähig hält und das zum Ausdruck bringt, stört sich auch nicht an dem Verhalten, wenn andere es bekunden.

Wenn ich mir selbst jedoch unsicher bin und wenig Liebenswertes an mir finde, dann irritiert es mich, wenn jemand anderes sich mag und dazu steht.

In diesem Sinne … klopfe ich mir jetzt mal auf die Schultern und lobe mich für meine Talente. Ich wünsche allseits ein wertschätzendes Schulterklopfen.