Konjunktiv und Glück schließen sich aus

… Ich bin hier total eingebunden. Viel zu viel, wenn Du mich fragst, aber ich kann noch nicht Alles auf eine Karte setzen, nur um das zu tun, was ich am allerliebsten tun würde. Muss noch ein bisschen meinen Job behalten. Ich bin gerne krankenversichert und esse auch gerne …

Solche und ähnliche Sätze fallen oft in den ersten Coaching-Telefonaten. Eigentlich möchte ich so gerne etwas anderes, und eigentlich auch wieder nicht und eigentlich soll sich alles ändern, aber eigentlich auch besser nicht.

… Aber in erster Linie ist es eine finanzielle Frage, aber wenn ich im Lotto gewinnen würde, dann …. das Problem ist, dass ich gar kein Lotto spiele, ach wäre ich doch nur mutiger …

So kommt mancher Coachee mit dem Wunsch zu mir, ich möge ihm eine Anleitung zum ‚mutig sein‘ erstellen.

Ja, es gehört Mut dazu, seinen Weg zu finden und zu gehen. Aber mit dem Mut alleine ist es nicht getan, denn vorher muss ganz essentiell noch etwas anderes da sein.

Ich muss bereit sein. Bereitschaft heißt nicht: Ich würde so gerne, ich möchte gerne. Bereitschaft meint tiefe innere Bereitschaft. Wenn ich diese Bereitschaft spüre, will ich zu 100% mein Leben selbst gestalten und in die Hände nehmen. Keine Entschuldigungen in der Vergangenheit suchen, niemanden für Ausflüchte verantwortlich machen.

Innere Bereitschaft hat einen einzigartigen Geschmack und sie beinhaltet den solange ersehnten Aufbruch. Was folgt ist ein klares und einfaches JA. Es gibt kein NEIN mehr, kein VIELLEICHT und keinen Konjunktiv, kein WENN und kein ABER. Jedes vielleicht, jedes eigentlich, jedes hätte, könnte, würde steht der Bereitschaft und damit auch dem Glück im Weg.

Wer innerlich wirklich bereit ist, sich auf den Weg zu machen, weiß von diesem Moment an, dass er stets die freie Wahl hat. Bereitschaft ist eine Einladung an das Leben, ein bedingungsloses und radikales Ja zu allem was mir auf meinem Weg begegnen wird. Die Änderungen können ebenso radikal oder auch nur marginal erscheinen, lassen uns jedoch in jedem Moment unsere Wahlfreiheit spüren.

Ich stehe – vielleicht sogar zum ersten Mal in meinem Leben – in meiner vollen Verantwortung. Wouw. Und wer diese Verantwortung einmal mit Haut und Haar gespürt hat, gibt sie nie wieder her. Der Mensch ist erwacht: erWACHsen geworden.

Ach so und dann war da ja noch die Sache mit dem Mut … der kommt dann fast von ganz alleine, weil er sich eh nicht aufhalten lässt, wenn wir wahrhaftig sind.

In diesem Sinne: Ist alles vor'bereit'et?