Was tun, wenn der Schuh drückt?

Wer kennt das nicht? Die neuen Schuhe drücken und selbst die verwarzten alten Siebenmeilenstiefel reiben in der letzten Zeit öfter als einem lieb ist. In der Regel jedoch halten wir – insbesondere die Frauen unter uns – dies über Gebühr lange aus. Schließlich soll das Schuhwerk nicht gleich wieder ausrangiert werden, nur weil es hier und da drückt und den Fuß abzuhacken ist sicher auch keine gesunde Lösung. Das nahe liegende stehen bleiben, um den Schmerz zu vermeiden, ist auch keine Lösung, da es uns nicht vorwärts bringt.

Wer dann in seinem Freundes- und Bekanntenkreis erzählt, dass ihn der Schuh drückt, muss schnell erfahren, dass die Angesprochenen jetzt so richtig in Fahrt kommen und anstatt zuzuhören lieber von ihren eigenen Druckstellen erzählen. »Mensch, das kenn ich …», «Wo Du grad sagst … «, »Bei mir war das so und so … «.

Puhhhhh …. und zum Schluss gibt’s dann noch ganz beeindruckende Tipps, wie widerspenstigem Leder zu Leibe gerückt werden kann. Toll, und was hat das jetzt mit mir und meiner Druckstelle zu tun?

Hier bringe ich mich als Coach ins Spiel …Ich muss Ihre Druckstellen nicht kennen und ich erzähle auch nicht von meinen eigenen (die ich gewiss habe). Im Coaching-Prozess wird das Schuhwerk meiner Coachees je nach Anforderung aufgeweicht, geputzt, geschützt, repariert, gewechselt. Manchmal wird ein Pflegespray eingesetzt, oder es werden auch mal Spanner ausprobiert. Ein anderes Mal reicht es aus zu polieren, mal mit Bürste, mal mit einem weichen Tuch. Und manchmal wiederum kommt auch die Erkenntnis raus, dass man sich schlichtweg verkauft hat.

Ungewohnte und neue Situationen fühlen sich genauso an, wie die berühmten ungetragenen Schuhe. Doch sie können passend gemacht werden … mit kleinen Übungen für den Alltag beispielsweise wächst man immer mehr in seine neuen Schuhe hinein, so lange bis sie sich wie eine zweite Haut um den Fuß legen.


Und ja, auch die alten Siebenmeilenstiefel können noch zu retten sein: Die, die doch so gut zu Ihnen passen! Selbst bei regelmäßiger Pflege bleiben Abnutzungserscheinungen nicht aus. Auch hier empfiehlt sich der Weg zu einem Coach. Er hat Erfahrung, wie sich lösende Nähte oder aufgeplatzte Klebungen reparieren lassen. Selbst durchlaufene Sohlen sind kein Grund gleich den ganzen Schuh wegzuwerfen. Wie so oft sind fachmännisch ausgeführte Reparaturarbeiten besser (und damit günstiger) als Neuanschaffungen.

Wenn Sie also hier und da der Schuh drückt, werfen Sie das Paar nicht gleich weg und legen Sie auch chirurgisch nicht Hand an sich … versuchen Sie’s mal mit einer Frage an den Coach. Sie werden erstaunt sein, wie schnell der Schuh dann (wieder) zu seinem Träger passt.

Übrigens: Wenn Sie rechtzeitig und zwischendurch immer mal wieder die Schuhputzkiste aufräumen, eingetrocknete Cremes und sich zerbröselnde Schwämme entsorgen und Platz für die passende Lederpflege schaffen, arbeiten Sie an einer aktuellen Druckstelle. Mit kontinuierlicher Achtsamkeit und Selbstpflege sorgen Sie dafür, dass das Leder des gesammelten Schuhbestandes geschmeidig bleibt und Sie sich leichten Fußes auch durch schwieriges Gelände manövrieren können … wenn Sie verstehen, was ich meine :-)

Viel Spaß beim Ausprobieren neuer Wege mit bequemem und vor allem passendem Schuhwerk.